Frauen sind traditionell stärker in soziale Netze eingebunden, viele haben eine große Anzahl von Freunden außerhalb von Beruf und Familie. Männer stehen im Kontrast dazu. Für viele endet nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben jegliches außerfamiliäres Sozialleben. Die vermeintlichen Freunde sind häufig nur Kollegen, mit denen der Kontakt schnell weniger wird. Plötzlich stehen viele mit vergleichsweise wenigen Kontakten oder gar alleine dar. Nur 19 % der deutschen Männer zwischen 55 und 65 Jahren können Trost oder Rat bei Personen außerhalb der Familie einholen. Bei Frauen im selben Alter sind es doppelt so viele.
Nichtsdestotrotz sind Altersforscher optimistisch: Eine neue Generation Männer wird auf den Plan treten. Diese erweitert tag täglich ihr Repertoire ihrer auf Leistung getrimmten Männerrolle. Sie finden Befriedigung im Weitergeben an Lebenserfahrung und genießen das positive Gefühl von Freiwilligenarbeit. Wert auf Emotionen zu legen und eben diese zu zeigen wird für die jungen Alten zunehmend kein Tabu mehr sein.

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