Der Sozialgerontologe Prof. Eckart Hammer erklärt, wie es vor allem für Männer, für die der Beruf das Leben war, der Übergang krisenhafte Züge annehmen kann. „Er verliert seinen öffentlichen Status, seine Anerkennung. Er fühlt sich wertlos und aus der aktiven Männergesellschaft ausgeschlossen.“ Mit dem Verlust des Arbeitsplatzes wird der Mann in einen „rollenlosen Zustand“ versetzt – eine Lücke im Terminkalender, auf die sehr unterschiedlich reagiert wird. Der eine neigt dazu den Ruhestand wörtlich zu nehmen, ein anderer sieht sich schnell mit einem übervollen Terminplaner konfrontiert.

Etliche Männer treten in dieser Zeit wie in einen ungeplanten Urlaub, bei dem die Freude zunächst groß ist, aber auch genauso schnell wieder abklingen kann. Nachdem die Weltreise abgeschlossen, all die Bücher aus dem Regel gelesen und in die nächste Ecke gestapelt wurden, Keller und Garten blitzblank sind fragt sich so mancher: „Was kommt eigentlich jetzt?“