Jeder kennt es, manchmal kann das Treppensteigen qualvoll sein.  Entweder kommt man aus der Puste oder die Beine werden lahm, die Ausdauer fehlt. Doch wer hat schon das Interesse und die Lust regelmäßig ein paar Mal pro Tag bewusst Treppen zu steigen? Zusätzlich mit dem Alter kommen leider dann auch oftmals immer mehr Beschwerden.  Das allgemeine Sprichwort: „Wer rastet, der rostet“ kommt hier zum Tragen. Und was für den Körper gilt, gilt auch für das Gehirn! Das Risiko an einer Demenz zu erkranken steigt de facto mit dem Alter. Man kann dem auch nicht gänzlich vorbeugen und das sogenannte „Gehirnjogging“  ist auch nicht ausreichend, doch immerhin stellt es eine kleine Unterstützung dar.  Das Alzheimer-Risiko wird also nicht stark reduziert, jedoch tun Senioren sich dennoch etwas Gutes! Beim Gehirnjogging kann man mit viel Spaß sein Gedächtnis etwas trainieren. Es gibt aber einige Faktoren, die gewährleistet werden müssen, damit das Gedächtnistraining auch gelingt. Ein wesentlicher ist die Atmosphäre.  Zum einen ist ein ruhiges Umfeld ohne Zeit- und Leistungsdruck wichtig, andererseits gibt es auch die Möglichkeit, dass man sich in einer Gruppe zusammenfindet und somit in einer Gemeinschaft sich auch gegenseitig unterstützt. So  könnte man zum Beispiel ein Instrument oder eine Sprache zusammen lernen und sich so gegenseitig helfen, falls Schwierigkeiten auftreten sollten.  Es gibt auch „Trainingsgruppen“, speziell für Senioren, die professionell geleitet werden. Auch hier kann man nicht nur schnell Spaß am Gedächtnistraining entwickeln, sondern auch gleichzeitig neue Bekanntschaften schließen.

Es gibt vielfältige Übungsaufgaben, mit denen man trainieren kann. Beispiele dafür sind Trainingsprogramme für den Computer, das klassische Kopfrechnen, Merkspiele, Kombinations- und Rätselaufgaben, ein  Quiz über anstehende Feiertage oder über das Allgemeinwissen, sowie auch das allseits bekannte Sudoku und viele mehr.

Doch wenn man sich nicht die Zeit nebenher nehmen möchte, gibt es auch das praktische Gehirnjogging für den Alltag.  Es kann dem Gehirn sehr gut tun, wenn man mal einen anderen Weg zur Kirche oder zum Sportplatz ausprobiert, damit die Routine etwas unterbrochen wird. Für die etwas waghalsigeren: einfach ein paar Tage mit der linken Hand  die Zähne putzen! Das stellt eine besondere Umstellung für das Gehirn da. Es werden neue Verbindungen zwischen Synapsen im Hirn geknüpft welche der geistigen Fitness  zugutekommen.  Auch bei den Essensgewohnheiten tut es gut, zu experimentieren und etwas völlig Neues auszuprobieren! Neue Geschmacksnoten stimulieren die Sinneszellen im Gehirn.  Auch die Umgebung des Wohnsitzes bewusst erkunden und Daheim die Route sich wieder vor Augen rufen kann helfen, Spaß machen und vor Allem zu neuen Erfahrungen führen. Es ist wichtig, sich immer neue Aufgaben zu stellen! Es lautet also die Devise: raus aus der Routine und hinein in neue Erfahrungen!

Wichtig ist auch, dass man sich konkrete Ziele setzt. Dies sorgt für eine langfristige Motivation und zusätzlichen Spaß. Das konkrete Aussuchen von Aufgaben, die für einen persönlich von Nutzen und als sinnvoll erscheinend sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden.

Zusätzlich ist die körperliche Fitness von hoher Bedeutung.  Sie hat ebenfalls einen großen Einfluss und kann sich motivierend auch auf das Gehirnjogging auswirken.  Außerdem kann sie sehr gut mit dem Gehirnjogging verbunden werden, warum nicht mal eine andere Route zum Golfplatz fahren, bei der Gartenarbeit die gewohnte Umgebung durch zusätzliche Pflanzen in etwas Ungewöhnliches verwandeln, auf Reisen gehen und die Welt erkunden oder mit der Familie zusammen Gedächtnisspiele spielen und Vokabeln lernen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die Senioren für sich nutzen können, um nicht nur ihren Körper sondern auch ihren Geist fit zu halten. Das tut nicht nur älteren Menschen, sondern auch ihrem Umfeld gut!