Digitale Medien erfreuen sich seit einigen Jahren an ungeahnter Beliebtheit und bieten auch für alle älteren Menschen ungeahnte Vorteile.  Das Internet selbst und erst recht seine mobile Nutzung haben das Leben verändert und ist heutzutage allgegenwärtig, in allen Generationen. Immer mehr Senioren sind im Internet unterwegs und die Zahl steigt weiter. In 2012 zum Beispiel, nutzten von den 60- bis 69-Jährigen über sechzig Prozent das Internet, von den über 70-Jährigen immerhin fast dreißig Prozent.  Es ist mehr als wahrscheinlich, dass der Trend weiter zunehmen wird.

Smartphones, die zugehörigen Applikationen und Tablet-PCs  wecken ein immer größeres Interesse bei Senioren, wirtschaftlich gesehen, eine zu unterstützende Marktlücke mit enormen Wachstumschancen.  Smartphones, wie zum Beispiel das iPad oder iPhone von der Marke Apple und auch deren zugehörigen Pendants anderer Marken können das Leben sehr schnell erleichtern, indem Fahrplan- und Navigationsapps benutzt werden oder es sogar zu einem Blutdruckmessgerät umgerüstet wird.  Und es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, sein Smartphone in vielerlei Weise zu benutzen, da ist es kein Wunder, dass diese den althergebrachten Seniorenhandys den Rang langsam aber stetig ablaufen. Das ist durchaus verständlich, denn zusätzlich zu den möglichen Funktionsweisen kommt noch dazu, dass sie zum einen einfach zu bedienen sind und zum anderen weniger klobig sind als ihre Gegenspieler mit den riesigen Tasten, somit fühlen sich einige Senioren viel weniger stigmatisiert. Aber nicht nur die mobilen Telefone, sondern auch die Tablett-PCs sind für Senioren gut geeignet.  Mit der Zoom-Funktion kann man sich mit einer Handbewegung das Lesen erleichtern und der kontrastreiche Bildschirm unterstützt zusätzlich, um auch mit beeinträchtigter Sehkraft lesen zu können.  Außerdem sind die Symbole groß genug, dass man sie einfach treffen kann und erleichtern die Handhabung erheblich. Auch, wer bisher eher computerunerfahren ist, findet sich leicht zurecht und kann meist sofort gut mit dem Gerät umgehen, egal ob man sich Nachrichten oder Bücher durchliest, etwas im Internet nachsieht oder eine E-Mail schreibt. Da das Vergrößern der Schrift auf dem Tabletts kein Hindernis darstellt, haben Weitsichtige keine Probleme mehr beim Lesen. Aber selbst bei ernsteren Erkrankungen leistet das Gerät wertvolle Hilfe. Ein sehr berühmtes Beispiel dafür ist die 99-Jährige Virginia Campbell aus Oregon; sie ist am grünen Star erkrankt aber kann dank ihres Tablets und dessen Funktionen wieder ohne Lupe lesen. Sogar vollkommen Erblindete können die Technik für sich nutzen, indem sie die sogenannte Voice-over-Funktion benutzen. Mit dieser werden die Inhalte einer Seite zum Anhören umgesetzt. Da wird aus der Leselektüre ganz leicht ein Hörbuch. Das Programm wird durch die Gesten des Nutzers bedient, die dann in Befehle für das Tablet umgesetzt werden.  Hörgeschädigte profitieren davon, dass man alle Anwendungen lauter einstellen kann.

Es gibt für alles eine App. App, eine Kurzfassung des englischen Wortes application und es gibt fast für jede Situation im Leben eine, die es erleichtert. Deswegen erfreuen sich diese auch einer immer größeren Beliebtheit. Sie können einem zeigen, wie man am schnellsten von Ort zu Ort oder zur nächsten Apotheke kommt, wo die nächste Bank steht, an die Einnahme der Medikamente erinnern und sie mit Gedächtnisspielen oder Gehirnjogginganwendungen geistig fit halten. Viele Apps sind inzwischen auch speziell auf Senioren zugeschnitten und das ist auch richtig so, denn der Informationsbedarf ist gerade in den  Bereichen der Freizeitgestaltung und Informationsversorgung besonders hoch. Man sieht also, es gibt endlos viele Möglichkeiten die neue Technik für sich zu nutzen, sei es um zu erfahren, wo die nächste kulturelle Veranstaltung stattfindet, um neue Kontakte zu knüpfen oder unterwegs einfach Lesen zu können. Die neue technische Ausrüstung bringt viele Vorteile mit sich, die genutzt werden sollten!