Jeder kennt es: ab und zu gibt es diese Nächte da kann man machen was man will, man schläft einfach nicht ein. Schäfchen zählen hilft nicht, vielleicht ist es der Vollmond, der Alltagstress, unbeliebte Gedanken die durch das Gehirn sausen oder man kommt generell einfach nicht zur Ruhe. Und wenn man doch endlich eingeschlafen ist, wacht man mitten in der Nacht plötzlich auf. Schlaf ist einem einfach nicht vergönnt. Gerade bei älteren Menschen sind Schlafprobleme häufig. Man muss diese Probleme aber nicht immer einfach so hinnehmen. Die Ursachen von Schlafstörung sind vielseitig, aber in den meisten Fällen kann man diese durch einfache Maßnahmen beheben. Somit wird die Schlafqualität an sich verbessert, denn wer nachts besser schläft ist tagsüber erholter. Zuerst kann man damit beginnen einigen Tipps zu folgen, die schon bei einfachen Fällen sehr helfen können.

Die Tasse warme Milch zum Einschlafen zum Beispiel, ein allgemein bekannter Einschlaftipp. Tatsächlich kann sie zwar beim Einschlafen helfen, aber nicht auf Grund ihrer Inhaltsstoffe, sondern als festes Einschlafritual am Abend, das entspannt nämlich, da es dem Körper das Signal gibt zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Dementsprechend funktionieren auch andere Rituale, wie das hören von Musik, der Kräutertee, Bewegung oder das Lesen. Beim Bewegen stehen beispielsweise moderater Ausdauersport oder ein Spaziergang um den Block zur Auswahl. Dies kann nämlich ebenfalls den Schlaf fördern, jedoch sollte intensive Betätigung direkt vor dem Schlafengehen vermieden werden und dann lieber einige Stunden vor dem zu Bett gehen stattfinden. Hauptsächlich gilt die Faustregel: Rituale fördern das Einschlafen.

Außerdem gibt es die Möglichkeit auf seinen Konsum von koffeinhaltigen Getränken wie zum Beispiel Kaffee verstärkt zu achten. Natürlich gilt der Morgenkaffee als fester Bestandteil des Morgens, auf diesen muss man auch gar nicht verzichten. Man sollte sich nur überlegen, ob man nachmittags auch noch eine Tasse trinken sollte. Hierfür gibt es aber keine bestimmte Regel, denn Kaffee wirkt bei jedem anders. Wenn Ihnen nun aber auffällt, dass sie abends schlecht einschlafen können, dann gibt es durchaus die Möglichkeit auf den Mittagskaffee zu verzichten. Andere koffeinhaltige Getränke sind beispielsweise schwarzer Tee, grüner Tee, Cola und auch Alkohol.

Ein weiterer wichtiger Aspekt um das Einschlafen zu fördern ist das Fernsehen vom Bett aus zu unterlassen. Gerade wenn man Einschlafprobleme hat, sollte man am besten nichts im Bett machen als schlafen, sodass das Gehirn das Bett als Ort zum schlafen registriert und es ausschließlich damit in Verbindung bringt. Das Schlafzimmer an sich sollte auch eine ruhige und reizarme Umgebung darstellen.

Aber natürlich lassen sich nicht alle Schlafprobleme mit einfachen Tipps beheben. Wer dauerhaft darunter leidet und sich dadurch im Alltag schlapp und beeinträchtigt fühlt sollte sich an seinen Hausarzt wenden. In einigen Fällen wird man dann an ein sogenanntes Schlaflabor überwiesen, dort wird dann analysiert wie ein Patient schläft und was seinen Schlaf stört. Dadurch werden Schlafstörungen diagnostiziert und dementsprechend behandelt. Es gibt auch mehrere Krankheiten, die den Schlaf stören können, beispielsweise Depressionen. Allerdings nicht nur Krankheiten, sondern auch Medikamente, zum Beispiel Mittel gegen Parkinson oder Antidepressiva. Wenn man jedoch selbst den Verdacht hat, dass ein Medikament den Schlaf stört, sollte man dieses niemals selbst absetzen, sondern dies immer erst mit dem Arzt abklären!

Im Allgemeinen lässt sich aber sagen, dass es sich bei langanhaltenden Schlafproblemen immer lohnt nach der Ursache zu suchen, denn wenn man sich in der Nacht gut erholt ist der Körper fit und gewappnet für den nächsten Tag. Man ist am Tage dann wesentlich aktiver und verspürt mehr Lebensfreude.