Oft hört man davon, dass ein Krankenhaus einen schönen Park hat, man nette Bettnachbarn hatte und die Schwestern auch immer ganz nett waren, das Essen war ok, aber naja. Man erfährt also alles über die Betreuung und die gegebenen Möglichkeiten, doch selten etwas über die Qualität der medizinischen Behandlung. Dabei lohnt es sich speziell bei planbaren Eingriffen genau nach diesem so wichtigen Kriterium sich ein Krankenhaus auszuwählen. Doch viele Menschen suchen sich die Klinik abhängig davon aus, wie nah sie an ihrem Wohnort ist. Dies ist natürlich verständlich, denn man möchte sich nicht gerne völlig fremd fühlen, gerade bei einem medizinischen Eingriff möchte man sich im Gegenteil eher in einer bekannten Umgebung befinden, dort wo man sich wohlfühlt. Der Gesundheitswissenschaftler Professor J. Kugler sagte: „bei der Wahl eines Krankenhauses nehmen mehr als 90 Prozent der Patienten das nächstgelegene, nur wenige entscheiden sich wegen der Qualität für eine Klinik“. Hauptsächlich jüngere Leute und zu langer Recherche bereite Personen achten eher auf die Qualität.

Da es für Krankenhäuser keine offiziellen Bewertungen von Institutionen gibt, helfen höchstens Internetbewertungen, die aber natürlich sehr subjektiv sind, da es persönliche Erfahrungen sind. Man muss jedoch auch sagen, dass es nicht „die perfekte Klinik“ gibt, sondern nur „die beste für eine bestimmte Krankheit“. Dementsprechend muss man das Krankenhaus darauf untersuchen, welche Eingriffe es anbietet und dazugehörige Alternativen,  auf die Häufigkeiten von Komplikationen bei einem bestimmten Eingriff und dem Umgang damit, die Verfügbarkeit von Fachpersonal und natürlich auf die Hygiene. Es lohnt sich also einen Fragenkatalog anzulegen, auf den man das Krankenhaus untersucht. Die Antwort auf diese Fragen findet man im Qualitätsbericht, welchen jede deutsche Klinik regelmäßig erstellen muss, diese werden von den Landesverbänden der Krankenkassen, beziehungsweise von den Verbänden der Ersatzkassen veröffentlicht. Diese Berichte sind jedoch meistens nicht sehr ansprechend gestaltet, man muss sich also die gewollten Informationen etwas erkämpfen, doch es lohnt sich, man möchte ja das Beste für seine Gesundheit. Eine andere Möglichkeit gibt es außerdem noch. Man kann über die Datenbanken die auch auf den Portalen der Kassen zur Verfügung stehen, gezielt nach Informationen suchen.

Weiterhin, kann man das Krankenhaus auch selbst in Augenschein nehmen, ein gutes Zeichen ist beispielsweise immer, wenn es im Eingangsbereich einen Handdesinfektionsmittelspender gibt und wenn es eine Ansprechperson für die Patienten gibt, einen sogenannten Patientenfürsprecher, der sich um die Beschwerden von Patienten kümmert. Dies sind natürlich nur zwei Anhaltspunkte von vielen. Vor allem ist es einfach wichtig, sich auch einmal etwas weiter von seinem Wohnort wegzutrauen, der Gesundheit zuliebe, um die passende Klinik zu finden.