Hamburg hat viele Gesichter. Die Hansestadt ist unglaublich vielseitig und bietet für jede Generation den passenden Lieblingsort. Doch was zeichnet Hamburgs schönste Stadtteile aus? Was macht sie begehrt? Um das zu beurteilen gibt es sogenannte Stadtteilrankings. Im Ranking werden Stadtteile unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet, zum Beispiel wie gut die Anknüpfung an öffentliche Verkehrsmittel ist oder ob Cafés oder Restaurants leicht erreichbar sind.

In der Wirtschafts- und Finanzzeitung „Handelsblatt“ belegt Eimsbüttel im Ranking den ersten Platz. Der Stadtteil glänzt durch seine zum einen sehr zentrale aber gleichzeitig auch verkehrsgünstige Lage. Die Umgebung ist von vielen Parkanlagen und wunderschönen Altbauten geprägt, das attraktive Schanzenviertel ist ein weiterer Pluspunkt für das Viertel, denn hier tobt das Leben in zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants, Eimsbüttel selbst ist allerdings relativ ruhig. Dadurch und durch die moderaten Mietpreise ist der Stadtteil bei jungen Familien sehr beliebt. Eimsbüttel erfreut sich zusätzlich nicht nur an großer Beliebtheit, es ist auch eines der am dichtesten besiedelten Stadtteile Hamburgs.

Auf Platz zwei findet sich der Stadtteil Winterhude, der sich durch seine ruhige Umgebung auszeichnet. Winterhude liegt im Norden Hamburgs, ist allerdings selbst noch in weitere Zonen unterteilt. Im Osten und Süden wird das Bild von eleganten Villen und dementsprechenden Freizeitinstitutionen und Einkaufmöglichkeiten geprägt. Im Norden findet man vornehmlich Alt- und Neubauten, das geschäftliche Zentrum befindet sich beim Marktplatz. Zu Winterhude gehören auch die Jarrestadt, welche ein großes Wohnungsbauprojekt war und die City Nord. Attraktionen sind der Hamburger Stadtpark mit dem Planetarium, die Sporthalle Hamburg und das Theater Kampnagel. Allerdings liegt angesichts dieser zahlreichen Vorteile der Durchschnitt der Miet- und Kaufpreise auch über dem Durchschnitt.

Auf Platz drei landet der im Südosten Hamburgs gelegene Stadtteil Bergdorf. Dort findet man alles, von Hochhaussiedlungen über Mehrfamilienhäusern bis zu Villenvierteln. Sehr beliebt ist Bergedorf durch den Blumen-, Obst- und Gemüsegarten Hamburgs der rund 130 Quadratkilometer umfasst. Obwohl die Nachfrage sowohl nach Miet- als auch nach Kaufobjekten überdurchschnittlich hoch ist, ist der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter mit 8,86€ relativ niedrig.

Auf den Plätzen vier und fünf finden sich die HafenCity und Ottensen. In den Top20 konnten sich beispielsweise Wandsbek, Rahlstedt, Barmbek-Süd und Bramfeld ansiedeln. Im Mittelfeld befinden sich zum Beispiel Fuhlsbüttel, Ohlsdorf und Allermöhe. Auf dem letzten Platz findet sich Langenbek, der kleinste Stadtteil Hamburgs, in dem dennoch 4.000 Menschen leben. Die Gründe sind die schlechte Anbindung an das Verkehrsnetz und das Fehlen von kulturellen Einrichtungen sowie Restaurants. Allerdings herrscht dort ein reges Vereinsleben. Hauptsächlich ist der Stadtteil von Wohnsiedlungen geprägt, der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter ist durch die geringe Beliebtheit dafür sehr niedrig.

Für welchen Stadtteil man sich entscheidet und in welchem man sich am wohlsten fühlt bleibt jedem selbst überlassen, doch bevor man auf Wohnungssuche geht bietet es sich an sich über den Stadtteil zu informieren, damit man weiß, was auf einen zukommt und was einen erwartet.